UDM — Einführung für Administratoren

UDM — Einführung für Administratoren

Universal Data Management Platform

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Was ist UDM?

UDM ist eine Low-Code-Plattform, mit der Sie als Administrator eigene Fachanwendungen erstellen und verwalten können — ohne Programmierung.

Sie definieren Ihre Geschäftsobjekte, gestalten Formulare und Ansichten, vergeben Berechtigungen und stellen alles zu einer fertigen Anwendung zusammen. Ihre Endbenutzer arbeiten dann mit der von Ihnen konfigurierten Oberfläche.

„Stellen Sie sich UDM wie einen Baukasten vor: Sie wählen die Bausteine, kombinieren sie — und heraus kommt eine maßgeschneiderte Fachanwendung."

Was Sie mit UDM tun können

  • Datenobjekte (Tabellen) mit Feldern und Beziehungen definieren
  • Formulare für die Dateneingabe gestalten
  • Listen, Diagramme und Kartenansichten konfigurieren
  • Berechtigungen auf Rollen- und Feldebene vergeben
  • Automatisierte Benachrichtigungen und Hintergrundaufgaben einrichten
  • Berichte und Auswertungen erstellen
  • Alles über den Admin-Client im Browser verwalten
UDM AdminClient — Eindruck der Hauptoberfläche
🏠Mein Unternehmen ▾👤 admin
Apps
📋 Vertrieb
📊 Personal
💾
Datenobjekte
Kunden, Aufträge, Produkte
📋
Ansichten
Listen, Diagramme, Karten

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Die 5 Bausteine Ihrer Anwendung

Jede UDM-Anwendung entsteht aus fünf aufeinander aufbauenden Bausteinen:

Subsystem → Datenobjekt (Entity) → Datenabfrage (Datasource) → Ansicht / Formular → Anwendung (App)

Die 5 Ebenen Ihrer UDM-Konfiguration

Ebene Baustein Sie entscheiden...
5 (oben) Anwendung (App) Was sieht der Endbenutzer?
4 Ansichten & Formulare (View / Dialog) Wie sehen und bearbeiten Benutzer die Daten?
3 Datenabfragen (Datasource) Welche Daten sollen angezeigt werden?
2 Datenobjekte (Entity) Was wird gespeichert?
1 (unten) Subsystem Wo liegen meine Daten?

Übersicht

Baustein Was ist das? Ihre Frage
Subsystem Ein abgegrenzter Datenbereich (z. B. „Vertrieb", „Personal") „Wo liegen meine Daten?"
Datenobjekt (Entity) Ein Geschäftsobjekt mit Feldern (z. B. „Kunde", „Auftrag") „Was wird gespeichert?"
Datenabfrage (Datasource) Eine gefilterte Sicht über ein oder mehrere Datenobjekte „Welche Daten sollen angezeigt werden?"
Ansicht / Formular (View / Dialog) Listen, Diagramme, Karten und Eingabemasken „Wie sehen und bearbeiten Benutzer die Daten?"
Anwendung (App) Die fertige Anwendung mit Menü und Berechtigungen „Was sieht der Endbenutzer?"

Subsystem — Ihr Datenbereich

Ein Subsystem ist ein abgegrenzter Bereich innerhalb von UDM. Es fasst zusammengehörige Datenobjekte zusammen und bildet die oberste Organisationsebene.

Beispiele: Vertrieb, Personalwesen, Projektmanagement, Lagerverwaltung

Datenobjekt (Entity) — Was gespeichert wird

Ein Datenobjekt ist ein einzelnes Geschäftsobjekt — vergleichbar mit einer Tabelle in einer Datenbank. Sie definieren die Felder, deren Datentypen und Beziehungen zu anderen Datenobjekten.

Feldtypen: Text, Zahl, Datum, Auswahlliste, Verweis auf anderes Datenobjekt, Dateianhang

Datenabfrage (Datasource) — Welche Daten erscheinen

Eine Datenabfrage ist eine konfigurierbare Sicht auf Ihre Daten. Sie wählen aus, welche Felder erscheinen sollen, setzen Filter und können mehrere Datenobjekte miteinander verknüpfen.

Möglichkeiten: Filtern, Sortieren, Felder aus verknüpften Objekten einblenden, berechnete Felder, Aggregationen (Summen, Durchschnitte, Zählungen)

Ansicht & Formular (View & Dialog) — Was Benutzer sehen

Eine Ansicht bestimmt, wie Daten dargestellt werden: als Liste, Diagramm, Karte oder Kreuztabelle. Ein Formular ist die Eingabemaske zum Anlegen und Bearbeiten von Datensätzen.

Ansichtstypen:

Typ Einsatzzweck
Liste Tabellarische Übersicht mit Sortierung und Filterung
Diagramm Balken-, Linien-, Kreis-, Flächen-, Blasen- und weitere Diagrammtypen
Karte (GIS) Geografische Darstellung auf einer Landkarte mit WMS-Diensten
Kreuztabelle Pivot-Darstellung (Zeilen × Spalten)
Master-Detail Hauptdatensatz mit zugehörigen Unterdaten
Gauge/KPI-Karte Kennzahlen als Tacho, Balken oder Kacheln mit Farbverlauf und Trend
Dashboard Mehrere Ansichtselemente auf einer Übersichtsseite kombiniert
Kanban Status-basiertes Board für Workflows (z. B. Aufgabenverwaltung)
Terminplaner Kalender- und Zeitplanansicht
Baumansicht Hierarchische Daten in einer Baumstruktur

Anwendung (App) — Das fertige Ergebnis

Eine Anwendung fasst Ansichten, Formulare und Aktionen zusammen. Sie definieren die Menüstruktur und vergeben Berechtigungen pro Benutzerrolle.

Bestandteile: Menügruppen, Ansichten, Formulare, Aktionen, Berechtigungen, Berichte

5 Bausteine — gestapelte Karten von unten nach oben
📝
5. Anwendung
App
Was sieht der Endbenutzer?
📋
4. Ansicht / Formular
View
Wie sehen und bearbeiten Benutzer die Daten?
🔍
3. Datenabfrage
Datasource
Welche Daten sollen angezeigt werden?
💾
2. Datenobjekt
Entity
Was wird gespeichert?
🏪
1. Subsystem
Daten
Wo liegen meine Daten?

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Praxisbeispiel 1: Auftragsmanagement

Dieses Beispiel zeigt Schritt für Schritt, wie Sie eine vollständige Anwendung aufbauen — vom leeren System bis zur fertigen App.

Ausgangslage: Ein Unternehmen möchte seine Kundenaufträge digital verwalten — von der Erfassung bis zur Auswertung.

Schritt 1 — Subsystem anlegen

Legen Sie ein neues Subsystem „Vertrieb" an. Dieses bildet den Datenbereich für alle vertriebsbezogenen Objekte.

Schritt 2 — Datenobjekte definieren

Erstellen Sie drei Datenobjekte. Die Beziehungen entstehen automatisch durch Verweisfelder:

┌─────────┐  1:n  ┌──────────┐  1:n  ┌───────────────┐
│  Kunde  │──────→│  Auftrag │──────→│   Position    │
└─────────┘       └──────────┘       └───────────────┘

Datenobjekt: Kunde

Feld Typ Hinweis
Name Text Pflichtfeld
Firma Text
E-Mail Text
Telefon Text

Datenobjekt: Auftrag

Feld Typ Hinweis
Auftragsnummer Text Automatische Vergabe
Datum Datum Pflichtfeld
Status Auswahlliste Neu / In Bearbeitung / Abgeschlossen
Kunde Verweis Verknüpfung zum Datenobjekt „Kunde"
Gesamtbetrag Dezimalzahl Berechnetes Feld (Summe der Positionen)

Datenobjekt: Auftragsposition

Feld Typ Hinweis
Artikel Text Pflichtfeld
Menge Ganzzahl Pflichtfeld
Einzelpreis Dezimalzahl Pflichtfeld
Auftrag Verweis Verknüpfung zum Datenobjekt „Auftrag"

Schritt 3 — Datenabfragen erstellen

  • „Alle Aufträge" — Zeigt alle Aufträge mit Kundenname
  • „Offene Aufträge" — Gefiltert: nur nicht abgeschlossene Aufträge
  • „Umsatz pro Kunde" — Berechnet die Umsatzsumme je Kunde

Schritt 4 — Ansichten konfigurieren

  • Auftragsliste — Tabellarische Liste der offenen Aufträge mit Sortierung und Filter
  • Umsatz-Übersicht — Balkendiagramm: Umsatz pro Kunde auf einen Blick

Schritt 5 — Formulare gestalten

Auftrags-Erfassung — Eingabemaske mit Pflichtfeldern, Kunden-Dropdown und eingebetteter Positionstabelle.

Schritt 6 — Anwendung zusammenstellen

Menüstruktur: - Aufträge → Auftragsliste - Kunden → Kundenliste - Berichte → Umsatz-Übersicht

Berechtigungen:

Rolle Aufträge Kunden Berichte
Vertrieb Lesen, Erstellen, Bearbeiten Lesen, Erstellen, Bearbeiten Lesen
Buchhaltung Lesen Lesen Lesen
Vertriebsleitung Vollzugriff Vollzugriff Vollzugriff

Schritt 7 — Automatisierung (Ausblick)

  • Benachrichtigungen: Automatische E-Mail bei Aufträgen über einem bestimmten Betrag
  • Hintergrundaufgaben: Tägliche Zusammenfassung offener Aufträge per E-Mail
  • Report-Jobs: Automatische Erzeugung von PDF-Berichten, die an Datensätze angehängt oder per E-Mail versendet werden
  • Ordnerüberwachung: Automatischer Import von Dateien aus überwachten Verzeichnissen
  • Eigener Code: Für komplexe Anforderungen können erfahrene Administratoren C#-Code direkt in UDM schreiben

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Praxisbeispiel 2: Mitarbeiterverwaltung

Dieses zweite Beispiel zeigt eine Schlüsselfähigkeit von UDM: Datenobjekte können über Subsystemgrenzen hinweg miteinander verknüpft werden. So entsteht eine gemeinsame Datenbasis, die in beliebig vielen Anwendungen wiederverwendet wird.

Ausgangslage: Das Unternehmen aus Beispiel 1 möchte zusätzlich seine Mitarbeiter verwalten — und gleichzeitig in der bestehenden Auftrags-App den zuständigen Mitarbeiter hinterlegen.

Schritt 1 — Neues Subsystem anlegen

Legen Sie ein neues Subsystem „Personal" an — getrennt vom bestehenden Subsystem „Vertrieb".

Schritt 2 — Datenobjekte im Subsystem „Personal" definieren

Datenobjekt: Abteilung

Feld Typ Hinweis
Name Text Pflichtfeld
Kürzel Text z. B. „VT", „IT", „HR"

Datenobjekt: Mitarbeiter

Feld Typ Hinweis
Vorname Text Pflichtfeld
Nachname Text Pflichtfeld
E-Mail Text
Position Text z. B. „Vertriebsleiter"
Abteilung Verweis Verknüpfung zum Datenobjekt „Abteilung"

Schritt 3 — Subsystemübergreifender Verweis

Jetzt kommt der entscheidende Schritt: Öffnen Sie das bestehende Datenobjekt „Auftrag" im Subsystem „Vertrieb" und fügen Sie ein neues Feld hinzu:

Feld Typ Hinweis
Zuständiger Mitarbeiter Verweis Verknüpfung zum Datenobjekt „Mitarbeiter" (Subsystem „Personal")

„Ein Verweis kann auf jedes Datenobjekt zeigen — auch über Subsystemgrenzen hinweg. So nutzen Sie Mitarbeiterdaten in der Vertriebs-App, ohne sie doppelt zu pflegen."

Schritt 4 — Datenabfragen und Ansichten

  • „Alle Mitarbeiter" — Liste aller Mitarbeiter mit Abteilungsname
  • „Mitarbeiter pro Abteilung" — Gruppierte Übersicht
  • „Aufträge mit Zuständigem" — Erweitert die bestehende Auftragsliste um den Mitarbeiternamen

Schritt 5 — Anwendung zusammenstellen

Erstellen Sie eine neue App „Personalverwaltung" mit:

  • Menüstruktur: Mitarbeiter → Mitarbeiterliste, Abteilungen → Abteilungsliste
  • Berechtigungen: HR hat Vollzugriff, andere Rollen nur Lesezugriff

Das Prinzip: Gemeinsame Datenbasis

Die Mitarbeiterdaten werden einmal im Subsystem „Personal" gepflegt. Jede weitere Anwendung kann per Verweis darauf zugreifen:

Anwendung Nutzt Mitarbeiterdaten für...
Auftragsmanagement Zuständiger Mitarbeiter pro Auftrag
Projektmanagement Projektleiter und Teammitglieder
Inventar Geräte-Zuordnung zu Mitarbeitern

„Einmal anlegen, überall nutzen — das ist das Grundprinzip subsystemübergreifender Verweise in UDM."


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Tipps für den Einstieg

„Klein anfangen, schnell testen, schrittweise erweitern."

Ihre erste Anwendung in 4 Schritten

  1. Beginnen Sie mit einem Datenobjekt und einer Ansicht
  2. Testen Sie frühzeitig mit echten Daten
  3. Erweitern Sie schrittweise um weitere Objekte und Ansichten
  4. Vergeben Sie Berechtigungen erst, wenn die Grundstruktur steht

Häufige Stolperfallen

Problem Lösung
Felder fehlen in der Ansicht Prüfen Sie, ob die Felder in der Datenabfrage enthalten sind
Dropdown-Feld zeigt keine Werte Das verknüpfte Datenobjekt enthält noch keine Datensätze
Benutzer sieht den Menüpunkt nicht Prüfen Sie die Berechtigungen der Benutzerrolle
Änderungen werden nicht gespeichert Pflichtfelder müssen ausgefüllt sein — achten Sie auf Validierungsmeldungen

Wo finde ich Hilfe?

  • Admin-Anleitung: Kontextsensitives Hilfesystem direkt im Admin-Client — klicken Sie auf das Hilfe-Symbol auf jeder Seite
  • KI-Assistent: Der integrierte KI-Chat beantwortet Fragen zu Ihrer aktuellen Konfiguration, kann Elemente suchen, Testdaten erzeugen und sogar komplette Konfigurationen automatisch erstellen
  • Erstellungs-Assistenten: Schritt-für-Schritt-Assistenten führen durch das Anlegen neuer Apps, Dialoge und Ansichtselemente
  • Systemdiagramm: Visualisiert alle Objekte und deren Abhängigkeiten — hilfreich für die Übersicht bei komplexeren Systemen

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Checkliste: Neue Anwendung anlegen

  • [ ] Subsystem anlegen oder vorhandenes auswählen
  • [ ] Datenobjekte mit Feldern, Typen und Beziehungen definieren
  • [ ] Datenabfragen für gefilterte und verknüpfte Sichten erstellen
  • [ ] Ansichten für die Datenanzeige konfigurieren (Liste, Diagramm, Karte)
  • [ ] Formulare für die Dateneingabe gestalten (Pflichtfelder, Validierungen)
  • [ ] Anwendung erstellen und Menüstruktur aufbauen
  • [ ] Berechtigungen pro Rolle vergeben
  • [ ] Testen mit Beispieldaten
  • [ ] Dokumentieren — Hilfetexte und Admin-Anleitung pflegen

Dieses Dokument gibt einen Überblick über die Grundlagen von UDM. Für detaillierte Anleitungen nutzen Sie bitte die integrierte Admin-Anleitung im Admin-Client.